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Kantate ArtikelBuch-Tipp: Agnus Dei - Himmlische Arien und Chöre Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Agnus Dei - Himmlische Arien und Chöre". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu dem Buchhändler weiter geleitet. Der Begriff Kantate (v. lat.: cantare singen) genannt
1. in der Musik eine Formenfamilie von mehrsätzigen Werken für Gesangsstimmen und Instrumentalbegleitung. Rezitative, Arien, Ariosi, Chorsätze, Choräle und instrumentale Vor- und Zwischenspiele können sich in beliebiger Anzahl abwechseln. Ihre größte Bedeutung erlangte die Kantate in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es gibt geistliche und auch weltliche Kantaten.
Eine typische Kirchenkantate besteht aus
- evtl. Instrumentalvorspiel
- Eingangschor
- Abfolge von Rezitativen, Arien etc.
- Schlusschoral
Als Textgrundlage dienten Bibeltexte bzw. Paraphrasen über diese sowie freie zeitgenössische Dichtung.
Eine besondere Form ist die Choralkantate, der der Text eines Chorals zugrunde liegt. In der Regel ist hier der Anteil der Chorsätze größer als bei "normalen" Kantaten. Den Extremfall stellt die "Per-omnes-versus"-Kantate dar, in der alle Strophen eines Chorals in den verschiedenen Sätzen verarbeitet werden.
Ebenfalls wichtig war die Solo-Kantate für ca. eine Singstimme und Begleitung durch Continuo oder Orchester. Diese Form kam auch in dem weltlichen Bereich häufig vor.
Größere Formen wie Passionen und Oratorien sind grundsätzlich gesehen ca. besonders lange, vielsätzige Kantaten.
Geschichte:
Als unerhörte und zunächst umstrittene Neuerung in dem kirchlichem Bereich galt die begleitete Monodie, hauptsächlich in Arien. In dem 17. Jahrhundert bildete sich auf dieser Grundlage das Geistliche Konzert heraus, das auch (der Motetten-Tradition der Renaissance folgend) mehrteilig sein und bereits verschieden besetzte Abschnitte aufweisen konnte. Die für die Kantaten kennzeichnende Satzfolge aus voneinander abgesetzten Einzelstücken entwickelte sich besonders deutlich in den Werken des Komponisten Wolfgang Carl Briegel (1626-1712) heraus und verbreitete sich bald in dem gesamten mitteldeutschen Raum.
Zu den wichtigsten Kantaten-Kompnisten zählen Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann, die Kantaten vorwiegend, aber nicht ausschließlich für den kirchlichen Gebrauch komponierten.
Die Kantate wurde ab der Romantik mit Hilfe der nun zur Verfügung stehenden musikalischen Mittel neu aufgegriffen, so von Felix Mendelssohn Bartholdy (Lobgesang ) und anderen Komponisten der Epoche. In dem 20. Jahrhundert wurden noch einige Versuche gemacht, die Kantate in weniger aufwendiger Form für den kirchlichen Gebrauch weiterzupflegen, die jedoch angesichts des gewaltigen historischen Erbes ein Randdasein führten.
siehe auch: Bachkantate, Passion, Oratorium (Musik)2. (v. lat.: cantate! "singt!" [Psalm 98,1 Eingangsvers des 4. Sonntags nach Ostern]) den Namen des Sonntags in dem Kirchenjahr Kantate.
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